Besuch in der Forensik-Justizanstalt Asten
„PROFILER WIE IN KRIMIS GIBT ES NICHT“
März 31, 2023
„PROFILER WIE IN KRIMIS GIBT ES NICHT“

In Krimis treten immer wieder Profilers auf, die genau wissen, was der Täter/die Täterin demnächst anstellen wird und wo man ihn/sie aufspüren kann. „Das gibt es so nicht wirklich in der Praxis“, so Dr. Herwig Nosko, stellvertretender Anstaltsleiter und Mediensprecher der Justizanstalt. Die Forensische Psychiatrie der österreichischen Justiz in Asten, beherbergt so genannte geistig abnorme Rechtsbrecher, die zum Zeitpunkt der Tatbegehung nicht zurechnungsfähig waren und daher nicht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden konnten. Dieser Spezialbereich existiert seit 2010 in Asten. Zu Beginn umfasste das Zentrum 91 Bettenplätze, im Jahr 2015 wurde ein Zubau fertiggestellt, der 153 Maßnahmenpatient*innen unterbringen kann. Tendenz wachsend. Der Zubau fasst bis zu 300 Betten. Es wird versucht die Häftlinge möglichst nicht von der Außenwelt abzuschotten. Die oft schizophrenen Patient*innen werden unterschiedlichsten Therapien unterzogen. Im Vergleich zum herkömmlichen Gefängnis wissen die Rechtsbrecher nicht, wie lange sie hier ausharren müssen. Besonders Interesse zog ein hochtechnischer Aussonderungsraum, der nicht zerstört werden kann. Das Wichtigste aber ist, mit den psychisch kranken Häftlingen im Gespräch zu bleiben.
CK