Hermann war Maurer. Der Alkohol hat ihn auf die schiefe Bahn gebracht. „Ich habe schon als Kind vom Bier nippeln dürfen und als Maurer muaß ma Bier trink‘n. Des g’hert einfach dazu.“ Er verliert seinen Arbeitsplatz, seine Wohnung und lebt auf der Straße. Ein Schicksal, das er mit vielen anderen Obdachlosen teilt. Mühsam hat er sich wieder, auch mit Menschen, die ihm wohlgesonnen waren, hinaus- und heraufgearbeitet. Heute ist er erfolgreicher Kupfermuck’n-Verkäufer, gepflegt, hat eine eigene Wohnung und erzählt den Schüler*innen der 5. SoPro-Gruppe über sein Schicksal. Man könnte auch sagen, er ist selbständiger Unternehmer, der mit der Kupfermuck’n seinen Lebensunterhalt verdient. Seine Kunden kennt er gut und weiß genau, wie er mit ihnen umgehen soll. Das gibt er auch den aufmerksamen Schüler*innen mit. Daniela ist die Redaktionsleiterin der Kupfermuck’n, der Linzer Obdachlosenzeitung. Sie ist gelernte Volksschullehrerin, hat sich verändert und nachträglich zwei Studien abgeschlossen. Sie ist mit Hermann mitgekommen und erzählt über den Verein ARGE für Obdachlose, zu dem neben der Redaktion Kupfermuck’n auch der ARGE Trödlerladen gehört. Die Schüler*innen hören gebannt zu und lassen sich so manche Frage entlocken. Sie bekommen mit, wie wichtig es ist, eine Ziel zu haben und nicht aufzugeben. Eigentlich genauso wie in einem Betrieb auch. Dann kann vieles gelingen. Insgesamt ein berührender, interessanter und spannender Vormittag. Danke, dass ihr gekommen seid! Und weiterhin viel Erfolg dem Kupfermuck’n-Team!
CK