Wien-Tag der 3. SoPro-Gruppe
OBDACHLOSIGKEIT, KUNST UND EIN BISSCHEN MEHR
Juli 6, 2021
OBDACHLOSIGKEIT, KUNST UND EIN BISSCHEN MEHR

Shades Tours, ein Start-up der besonderen Art. Vor 6 Jahren kam eine junge Tourismusmanagerin, Perrin Schober, auf die Idee, Tourismus mit Sozialem zu verbinden. Herausgekommen ist ein Unternehmen, bei der Interessierte ein ganz besonderes Highlight geboten bekommen. Zu den Themen Armut & Obdachlosigkeit, Sucht & Drogen sowie Flucht & Integration werden Führungen in und durch Wien angeboten. Der USP dabei ist, dass alle Guides (ehemals) Betroffene sind und der Perrin mit ihrem Start-up wieder einen Job und damit eine Lebensperspektive verschafft hat. Die 3. SoPro-Gruppe hat sich für die Führung Armut & Obdachlosigkeit entschieden. Der Guide, selbst ein ehemaliger Obdachloser („der Schweizer“) hat die Gruppe an seinem Schicksal teilhaben lassen. Die Führung hat sich entlang der Gumpendorferstraße bis zur Gruft (der Caritas) erstreckt. An verschiedenen Plätzen hat „der Schweizer“ die Obdachlosigkeit in Wien „abgearbeitet“ und über Einrichtungen für Obdachlose erzählt, diese auch teilweise gezeigt. Schlusspunkt war dann die Gruft, bei der Sozialbedürftige etwas zu essen bekommen oder auch schlafen bzw. sich und ihre Wäsche waschen können. Der zweite Programmpunkt war am Nachmittag das Kunsthistorische Museum Wien (KHM), das die Schüler*innen auf eine andere Art angesprochen hat. Diesmal war die Guide Una, eine Kunsthistorikerin, die die Schüler über die Geheimnisse von einigen bekannten und berühmten Bildern aufgeklärt hat. So wurde „Der Turmbau zu Babel“ von Pieter Brueghel dem Älteren analysiert. Die Schüler*innen zeigten ihr Interesse mit vielen Fragen, was Una besonders, gerade jetzt nach Corona-Zeiten, begeisterte. Und zum Abschluss gab es einen kurzer Prater-Besuch, bei dem sich die Schüler*innen entspannen konnten. In Summe ein interessanter, spannender und vor allem lehrreicher Tag. Es hat alles bestens geklappt. Selbst der Zug nach Linz konnte im Endspurt gut erreicht werden. So kann man das Lehrreiche und Unterhaltsame mit dem Sportlichen verbinden.
Hier ein paar Schülermeinungen zur Wien-Exkursion:
SY: Das Lustige in Wien war, das wir so schnell wie möglich zum Zug laufen mussten. Wir waren so wie Marathonläufer. Mir hat es persönlich sehr Spaß gemacht. Ich wünsche mir weitere tolle Ausflüge mit Herrn Koblmüller.
Diombar: Besonders gefallen hat mir, wie uns der Schweizer von seinem Leben erzählt hat, so hat man endlich ein Bild aus der Sicht der Obdachlosen bekommen und konnte sich vorstellen, wie das für sie so ist. Er hat sehr offen mit uns geredet und uns sogar ab und zu zum Lachen gebracht. Ich habe mich gefühlt als wäre ich im Louvre Museum in Frankreich.
Meliha: Vor allem fand ich die Stelle interessant, wo sie uns über das gestohlene Kunstwerk erzählt hat. Das wir alle zum Schluss beim Prater waren, fand ich am besten.
Sara: Ich hätte niemals gedacht das die Geschichte hinter einem Gemälde so groß sein kann. Das Highlight bleibt, dass wir zum Zug rennen mussten.
Alina: Mir wurde klar, dass es nichts Schwierigeres gibt, als auf der Straße zu leben und hungrig zu sein. Das Kunsthistorische Museum hat mir am meisten gefallen. Persönlich interessiere ich mich besonders für Kunst, da ich 3 Jahre von einem Künstler unterrichtet wurde und gezeichnet habe.
Nudzejma: Es war alles sehr interessant. Es war sehr angenehm Una zuzuhören, was sie über die Kunstwerke erzählt hat, und es war auch sehr spannend die Kunstwerke anzuschauen.
Medina: Mir hat am meisten die Shades Tour gefallen, da man ,,hinter die Kulissen“ blicken konnte.
Mir war nicht klar, dass man so viele Bedingungen erfüllen muss, um Hilfe vom Staat zu bekommen.

CK

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