Wieder konnten die Schüler*innen der vierten SoPro-Gruppe einen Praxisbetrieb – natürlich virtuell – im Social-Profit-Bereich kennenlernen: das SOS Kinderdorf Altmünster und SOS Kinderdorf International. Johannes Scheck, PR-Manager in Altmünster, informierte die Schüler*innnen zuerst über die Geschichte, den Aufbau, die Aufgaben und die Entwicklung des Paradeunternehmens, das in Imst in Tirol entstanden ist und heute in mehr als 133 Ländern tätig ist. Allein in Österreich sind 1.900, international über 40.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Die Marke SOS Kinderdorf kennen 90 % aller Österreicher*innen. Gegründet hat das Unternehmen Hermann Gmeiner nach dem zweiten Weltkrieg, wo er Kindern wieder ein Zuhause geben wollte. Heute finden in Österreich die Kinder Gott sei Dank nicht wegen kriegerischer Auseinandersetzungen zur Einrichtung, sondern wegen überforderter Eltern oder Eltern, die dem Kind Gewalt antun. Das Gesamtjahresbudget des Unternehmens beträgt mehr als 130 Mio. Euro. Bei der Finanzierung spielt neben der staatlichen Hilfe das Fundraising eine große Rolle. Spenden (ohne Gegenleistung) und Sponsoring (mit Gegenleistung) machen beim SOS Kinderdorf 30 % aus. Das ist im Vergleich zu anderen Social-Profit-Unternehmen relativ hoch. Immer wichtiger werden Verlassenschaften, die bereits ein Drittel der Spendensumme ausmachen. Durch eine gut gepflegte Datenbank können die Spender*innen mit Mailings bestens betreut werden. Es ist der Schatz des Unternehmens. Eines der wichtigsten Instrumente, das SOS Kinderdorf nutzt, ist aber „Rat auf Draht“, eine Kummer-Hotline, an die sich Kinder und Jugendliche rund um die Uhr wenden können. Und durch Corona wird der Bedarf leider immer wichtiger.