Sozialstaat Österreich
„WIR BRAUCHEN MEHR FLEXIBILITÄT UND MOBILITÄT“
März 16, 2021
„WIR BRAUCHEN MEHR FLEXIBILITÄT UND MOBILITÄT“

Der Leiter der Abteilung Sozial- und Rechtspolitik, Obmann der AUVA und damit Chef des Unfallkrankenhauses, Dr. Erhard Prugger, erklärte den Schüler*innen der 3. SoPro-Gruppe bei einem virtuellen Workshop die Leistungen des österreichischen Sozialstaates. Er warnte aber auch davor, die Sozialleistungen missbräuchlich zu verwenden. Als Vertreter der Arbeitsgeberseite hat er hierbei viele Erfahrungen gesammelt. Damit der richtige Arbeitnehmer, die richtige Arbeitnehmerin am richtigen Platz ist, müssen deren Potenziale geweckt werden. Er fordert aber auch Weiterbildungsbereitschaft und vor allem mehr Flexibilität und Mobilität der Arbeitnehmer*innen. Außerdem ortet er zur Finanzierung des Pensionssystems ein Problem bei der Geburtenrate. Wir bräuchten zwei Kinder pro Familie, derzeit hat jede Familie durchschnittlich 1,44 Kinder. Die umgedrehte Alterspyramide (wenig junge und viele alte Menschen) wird unseren Staatshaushalt immer mehr belasten. Derzeit kommen auf einen Pensionisten/eine Pensionistin 3,3 Erwerbstätige; 2050 werden es nur mehr zwei Personen sein. Der Sozialstaat äußert sich auch dadurch, dass sechs von 10 Österreicher*innen mehr vom Staat erhalten als sie einzahlen. Allerdings ortet Dr. Prugger durch das Ausschütten von Förderungen nach dem Gießkannenprinzip Verbesserungsbedarf. Insgesamt war der Auftritt wieder ein Beweis dafür, dass Dr. Prugger sein Beruf wirklich Spaß macht.
CK

„WIR BRAUCHEN MEHR FLEXIBILITÄT UND MOBILITÄT“